Reform der Notfallversorgung: Die Anforderungen des ländlichen Raums dürfen nicht aus dem Blickfeld geraten

17 Jan
2020

Die vom Bundesgesundheitsministerium geplante Reform der Notfallversorgung kommt aus Sicht des SPD-Kreisvorsitzenden und Landratskandidaten Markus Ramers zur richtige Zeit. „Heutzutage wird der Notdienst über die 112 leider viel zu oft angerufen. Die Rettungskräfte werden immer häufiger in Einsätze geschickt, die keine wirklichen Notfälle sind. Hier sind Optimierungen richtig!“ so Markus Ramers. Wichtig sei es Ramers allerdings, dass die Perspektive des ländlichen Raums nicht vernachlässigt werde: „Wir haben hier im Kreis Euskirchen eine anderes Krankenhaus-Netzwerk als in den Großstädten wie Köln, Bonn oder Aachen, wo die Krankenhausnetzwerke aufgrund der dichten Besiedlung sehr engmaschig sind. Das im Reformpapier vorgestellte System der „Integrierten Notfallzentren“ (INZ), die in ausgewählten Krankenhäusern die Notfallambulanzen ersetzen sollen, könnte für den Kreis Euskirchen gefährlich sein. Denn wir sind darauf angewiesen, dass es auch in Zukunft eine Notfallambulanz in Euskirchen, Mechernich und Schleiden gibt.“ zeigt sich Ramers besorgt.

Außerdem dürfe der im Kreis Euskirchen gut funktionierende Rettungsdienst von Kreis, Maltesern und DRK nicht gefährdet werden. „Unser Rettungsdienst leistet hervorragende Arbeit und die Vernetzung von Hilfsorganisationen, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Leitstelle funktioniert. Eine stärkere Verknüpfung mit dem kassenärztlichen Notdienst ist wünschenswert, dies darf jedoch nicht dazu führen, dass unser Rettungsdienst unter die Kontrolle von Versicherungen und Kassenärztlicher Vereinigung gestellt wird.“, so Ramers weiter. Gerade die Frage nach Standorten von Rettungswachen erfordere Ortskenntnis und dürfe nicht zentral in Berlin entschieden werden.

SPD Kreis Euskirchen
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