Schutz des karnevalistischen Brauchtums

Terrorabwehr ist keine Aufgabe für das Ehrenamt

Aus Anlass der Berichterstattung der WDR-Lokalzeit vom 03.02.2026 sowie des Kölner Stadtanzeigers vom 05.02.2026 über das Erschwernis des ehrenamtlich organisierten Karnevals aufgrund steigender Sicherheitsanforderungen möchte die SPD-Kreisvorsitzende Annegret Lewak dazu gern wie folgt Stellung nehmen:

„Unser heimisches Brauchtum – und gerade der Karneval – lebt vom Engagement vieler Menschen, von ihren Vereinen und von der tief verwurzelten Tradition in unseren Städten und Gemeinden. Dieses Kulturgut zu erhalten und zu stärken, ist uns ein echtes Anliegen.“

Der Karneval ist für unsere Region weit mehr als eine Veranstaltung. Er ist Ausdruck von Lebensfreude, Zusammenhalt und sozialem Engagement. Umzüge und Feste gehören untrennbar zu dieser Kultur. Umso mehr bedauern wir, dass durch steigende Sicherheitsanforderungen die Möglichkeiten für den ehrenamtlich organisierten Karneval zunehmend eingeschränkt werden. Uns wird von engagierten Menschen berichtet, dass bei Karnevalszügen von der Zugroute bis zu den Anforderungen an die Konstruktion der Wagen überall die Zulassungsbedingungen erschwert und nur mit hohem Kostenaufwand erreichbar sind.

Das Ehrenamt darf nicht auf den Kosten für die erhöhte Sicherheit sitzen bleiben! Die öffentliche Sicherheit ist ein Gut, das durch den Staat grundlegend gewährleistet werden muss. Es darf nicht durch spezifische Genehmigungsprozesse eine Verschiebung dieser Aufgabe und der damit verbundenen Kosten auf die Vereine stattfinden. Die Vorstellung, Vereine müssten selbst umfangreiche und teure Schutzmaßnahmen organisieren, würde am Ende bedeuten, dass die Durchführung zahlreicher Umzüge und Brauchtumsveranstaltungen bedroht ist.

Lewak betont: „Deshalb ein Danke an die Kommunen, die einen Teil der zusätzlichen Kosten tragen! Wir danken den kommunalen Ordnungsbehörden und der kreisweiten Polizei für ihren Einsatz auch an den jecken Tagen! Sie stehen auch in den kleineren Kommunen für Präsenz und Verlässlichkeit! Und wir danken allen, die sich weiter in den Vereinen – insbesondere im Karneval – einbringen. Ihnen verdanken wir jedes Jahr tolle Tage, die uns als Gesellschaft gut tun! Danke auch an die Landwirtschaft, die mit Ihren Wagen und weiteren Ressourcen im Karneval auch eine tragende Rolle spielt! Nicht zuletzt danken wir allen Jecken im Kreis, die aufeinander aufpassen und Rücksicht nehmen!“