"Die Gesellschaft braucht jeden Einzelnen mit seinen individuellen Fähigkeiten"

08 Nov
2012

Besuch in einem Integrations-Betrieb, v.l.n.r.: Michaela Fischer (Lebenshilfe), Wilhelm Stein (NEW), Bernd Milz (Lebenshilfe), Bundestagskandidatin Helga Kühn-Mengel, Uwe Schmitz, Ulla Schmidt (MdB), Marc Wilden und Achim Baum (NEW). (Bild: Fraktionsbüro) Eingeladen hatte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Euskirchen, Uwe Schmitz, um gemeinsam mit den Geschäftsführern der Nordeifelwerkstätten (NEW), Wilhelm Stein, und der Lebenshilfe Euskirchen e.V., Bernd Milz, sowie den Betriebsleitern der verschiedenen Projekte der NEW über die Themen Inklusion und Integration behinderter Menschen zu diskutieren. Auch die für die kommende Bundestagswahl nominierte SPD-Direktkandidatin im Wahlkreis 92, Helga Kühn-Mengel, diskutierte engagiert mit und kritisierte gleich zu Beginn, dass viele Unternehmen keine Philosophie mehr hätten. Mit Blick auf die geringe Anzahl an Unternehmen, die Menschen mit Behinderung eine Chance in ihrem Unternehmen geben, sekundierte Schmitz: "Damit wird auch ein enormes Potential an Arbeitskräften nicht ausgeschöpft."Das 2009 gegründete Logistik-Center ist ein Integrationsprojekt und Tochterunternehmen der NEW, die in unmittelbarer Nähe beheimatet sind. Von derzeit 19 Angestellten sind in dem Unternehmen elf mit Behinderung beschäftigt. Als Lagerhelfer oder auch Berufskraftfahrer gehören sie zu der relativ kleinen Gruppe, die den Sprung ins Arbeitsleben geschafft haben.Besonders wichtig sei es, dass in dem Anstellungsbetrieb eine gewisse Kultur vorhanden sei, erläuterte Stein: "Die menschliche Ebene ist das A und O in der Arbeit mit behinderten Menschen". Logistik-Fachwissen sei sekundär für eine Beschäftigung, vielmehr müssten die Angestellten Ahnung von Menschen haben.Nach Besichtigung der Eulog stellte Stein die zwei jüngsten Projekte der NEW vor, mit welchen das Ziel verfolgt wird, die Teilnehmer wieder für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen: das Förderprojekt "Gleis 2" richtet sich an junge Menschen mit Bindungsstörung, während "NEW JOB" die werkstatteigene Fachstelle für die Beratung, Begleitung und Vermittlung von Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ist.Beeindruckt von den vielfältigen Angeboten der Nordeifelwerkstätten verabschiedete sich Ulla Schmidt abschließend mit einem ermutigendem "Dankeschön für das Engagement der Mitarbeiter" und bekräftigte: "Es muss diejenigen geben, die mit Blick auf die Integration von Behinderten vorangehen. Und die NEW gehören zweifellos zu."

SPD im Kreis Euskirchen
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