Uwe Schmitz zur Sicherheitspolitik

21 Apr
2010

Laut Landrat lebt man im Kreis sicher. Das sehen viele Bürger anders. Wie kann man die Sicherheit erhöhen? Uwe Schmitz: Die Polizei muss für die Bürger ein leicht erreichbarer, kompetenter Ansprechpartner bleiben. Dazu gehört die Entlastung der Polizei von Verwaltungsarbeit und mehr Präsenz vor Ort. Stellenabbau darf es bei der Polizei keinen geben, sondern Personalmehrung und -verjüngung, da in den nächsten Jahren fast die Hälfte der Polizeibeamten in Pension geht. Eine private Polizei wie „schwarze Sheriffs“ lehnt die SPD ab.Das Durchschnittsalter der Euskirchener Beamten liegt bei fast 48 Jahren. Wie bekommt man das in den Griff?Uwe Schmitz: Auch hier liegt das Problem vor allem in dem von der bisherigen Landesregierung betriebenen Personalabbau. Seit Jahren schon kamen kaum noch junge Beamte neu in den Polizeidienst. Mit einem Stopp der Personalkürzungen können wir den Trend umkehren. Vermehrte Neueinstellungen sind erforderlich. Wobei es selbstverständlich ist, dass auch die älteren Polizeibeamten hervorragende Arbeit leisten und deren Erfahrungen wertvoll sind.Es kursieren Gerüchte, dass die Behörde dem Polizeipräsidium Bonn unterstellt werden soll. Was halten Sie davon?Uwe Schmitz: Es gibt Bereiche, wo Zentralisierungen wünschenswert sind und Sinn machen. Nicht so bei der Polizeiarbeit. Niemand in Bonn kennt die Verhältnisse im Kreis so gut wie die Beamten einer eigenständige Polizeibehörde vor Ort. Bei der Polizeiarbeit sind schnelle und kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Ein Umweg über eine übergeordnete Instanz ist hier für den Kreis Euskirchen von Nachteil und führt nur zu mehr Verwaltungsarbeit.

SPD im Kreis Euskirchen
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