Langzeit-Streik der GDL ist unakzeptabel und trifft die Reisenden ohne Auto

05 Nov
2014

Mit Entrüstung haben der SPD-Kreisvorsitzende Markus Ramers und Andreas Schulte (Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag) auf die Ankündigung der Lokführergewerkschaft GDL reagiert, von morgen früh um 02:00 Uhr bis Montag um 04:00 Uhr den Nah- und Fernverkehr der Bahn bundesweit zu bestreiken.„Der Streik der GDL nimmt maßlose Züge an. Das hat mit einem gewerkschaftlichen Arbeitskampf nichts mehr gemeinsam und beschädigt die Solidarität innerhalb der Bahn-Belegschaft. Uns Sozialdemokraten liegen die Interessen der Beschäftigten in Deutschland stets besonders am Herzen. Was wir aber bei der GDL derzeit beobachten müssen, entbehrt jeder Grundlage für eine vernünftige Tarifpolitik mit lösungsorientierten Verhandlungen. Unter dem Streik werden vor allem die Reisenden leiden. Besonders trifft es die, die nicht auf das Auto ausweichen können und auf den Nah- und Fernverkehr angewiesen sind. Der angekündigte Langzeitstreik wird nicht nur die Berufspendler und Geschäftsreisenden treffen, sondern sich auch auf den Privatreiseverkehr am Wochenende auswirken“, kritisiert Ramers die GDL-Planungen.Andreas Schulte ergänzt: „Auch im Kreis Euskirchen werden Tausende Reisende betroffen sein, die ohne die Bahn nicht zum Arbeitsplatz, zur Schule oder zu ihren Verwandten fahren können. Gerade weil wir eine sehr ländliche Region mit einem dünneren Nahverkehrsnetz sind. Wir begrüßen es, dass die Deutsche Bahn wenigstens einen Notfahrplan einrichten möchte und eine Sonderrufnummer für Reisende eingerichtet hat, die unter 0800 – 099 66 33 kostenlos zu erreichen ist. Dort hört man eine Ansage, danach wird man zu einer Beraterin oder einem Berater vermittelt. Auch will die Bahn auf ihren Internetseiten unter www.bahn.de über den Streik informieren“, so Schulte.Nach Ansicht von Ramers und Schulte schade die GDL mit dem Langzeit-Streik ihrem eigenen Bild in der Gesellschaft: Durch das unangemessene Verhalten der GDL, der man beinahe schon Boshaftigkeit vorwerfen könnte, habe sich die Sichtweise der Bevölkerung verschoben: Die Mehrheit der Menschen fordere nicht mehr die Deutsche Bahn zu Kompromissen auf, sondern kritisiere inzwischen die GDL hart für ihre Vorgehensweise, die sich gegen die Bevölkerung und die Wirtschaft unseres Landes richte.

SPD im Kreis Euskirchen
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